Neue Grippe (Schweinegrippe)

Informationen zur Impfung

Am 24. April 2009 wurde in Mexiko eine Häufung von Influenzafällen bekannt, die durch ein neuartiges Influenzavirus A(H1N1) („Schweinegrippe“) hervorgerufen wurde, das von Mensch zu Mensch übertragbar ist.


Das Virus hat sich mittlerweile weltweit schnell ausgebreitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der Ausbreitung am 11. Juni 2009 die Pandemie-Alarmstufe 6 ausgerufen. Damit gibt es zum ersten Mal seit 1968 eine Influenza-Pandemie.

Es ist damit zu rechnen, dass es auch in Deutschland insbesondere in den Herbst-, Wintermonaten vermehrt zu Infektionen kommen wird. Bisher verursacht das Virus zumeist Infektionen mit leichtem Krankheitsverlauf. Es ist jedoch nicht vorhersehbar, ob und wie das Virus sich verändern wird. Mit einer erhöhten Infektionszahl ist in den nächsten Monaten zu rechnen und damit auch mit einem erhöhten Risiko für schwerere Verläufe insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen.

Bisherige Maßnahmen zielten vor allem auf die Infektionsvermeidung durch Kontaktverbote und Hygienemaßnahmen ab.

Hygienische Schutzmaßnahmen sind weiterhin sehr wichtig und sinnvoll. Der wirksamste Schutz gegen eine Infektion ist jedoch die Impfung. Pharmazeutische Unternehmen haben in den letzten Monaten Impfstoffe gegen das Neue Virus hergestellt.

Zwei dieser Impfstoffe wurden mittlerweile auf europäischer Ebene durch die EMEA zugelassen. Die European Medicines Agency (EMEA) ist eine Einrichtung der Europäischen Union. Sie ist verantwortlich für die Bewertung und Kontrolle von Medikamenten auf europäischer Ebene.

Auf nationaler Eben hat diese Aufgabe das Paul-Ehrlich–Institut (PEI). Die Zulassung wird ebenfalls auf nationaler Ebene in den nächsten Tagen erfolgen.

Der Bund und die Länder haben zunächst 50.000.000 Impfdosen für die Bevölkerung bestellt und die Finanzierung über die Krankenversicherungen sichergestellt. Für Niedersachsen werden zunächst Impfdosen für ca. 30% der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Bund, Länder, Kommunen, die niedersächsische Ärzte- und Apothekerkammer, die Kassenärztliche Vereinigung, Krankenhäuser, die Niedergelassenen Ärzte und ihr Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück bereiten sich zurzeit intensiv darauf vor, die Impfung anbieten zu können.

Die Impfung wird zunächst für die Bürger angeboten, die ein besonderes Infektionsrisiko haben oder deren Erkrankung zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung verhindert werden sollte.

Für Deutschland und damit auch für Niedersachsen und die Osnabrücker Region wird der Impfstoff Pandemrix® zur Impfung Verwendung finden. Die Auslieferung und Verteilung der Impfstoffe wird zurzeit vorbereitet. Sie wird schrittweise wöchentlich je nach Bedarf erfolgen.

Die bis heute über den Impfstoff von der EMEA und dem PEI zur Verfügung gestellten Hintergrundinformationen zu dem Impfstoff haben wir für Sie zusammengefasst. Die Informationen befassen sich mit den Gründen für die Impfung, den Wirkungen, möglichen Nebenwirkungen und der Risikobewertung.

Hintergrundinformationen zu den Impfstoffen:
↗ Statement des Paul-Ehrlich-Instituts zu Impfstoffen gegen die pandemische H1N1-Influenza - Schweinegrippe

↗ Impfstoffe gegen die Schweinegrippe sind nach angemessenem Standard getestet (Presseinformation des Paul-Ehrlich-Institus zu den Impfstoffen gegen die Neue Grippe)

↗ Enthalten die pandemischen Influenzaimpfstoffe gesundheitsschädliche Nanopartikel? Antwort des Paul-Ehrlich-Instituts.

↗ Pandemie-Impfstoffe in der Schwangerschaft, Hinweise zu den Risiken der Inhaltsstoffe (Adjuvanzien, Thiomersal auch in der Schwangerschaft) - Fachliche Information für Ärzte und Apotheker

↗ Informationen der European Medicines Agency (EMEA) zu den Pandemieimpfstoffen und zum Zulassungsverfahren - englisch

↗ Informationen der European Medicines Agency (EMEA) zu den Pandemieimpfstoff Pandemrix® - deutsch




Sobald neue Informationen zu dem Impfstoff, zur Impfung selbst und zu den Impfangeboten durch den Gesundheitsdienst vorliegen, werden sie auf dieser Seite zu finden sein.
 


http://www.landkreis-osnabrueck.de
erstellt am 04.10.2009